Der bernsteinfarbende Schatz vom Niederrhein

Diebels Alt

Der Name „Alt“ bezieht sich auf das traditionelle Brauverfahren. In einer Zeit in der es noch keine technischen Kühlverfahren gab, wurde fast überall in Deutschland obergärige Hefe verwendet. Sie wandelt bei 15-20 Grad Celsius Malzzucker in Alkohol um und ermöglicht es, auch bei höheren Außentemperaturen zu brauen.

Alt hat einen erfrischend herben, hopfenbetonten Geschmack, der sich bei einer Temperatur zwischen fünf und acht Grad am besten entfaltet. Altbier wird mit einer Stammwürze von durchschnittlich 11,5 Prozent gebraut und hat einen Alkoholgehalt von etwa 4,8 Prozent. Das Altbier wird meist in einem zylindrischen 0,2-Liter-Glas, dem „Altbier-Becher“, oder in einem „Altbier-Pokal“ serviert. Wer bei seinem Diebels Alt auf Promille verzichten möchte, kann zum Diebels Alkoholfrei oder Diebels Light, dem kalorien- und alkoholreduzierten Alt greifen. Diebels ist unangefochtener Marktführer im Altbierbereich und damit Synonym für die Sorte. Quelle: www.brauer-bund.de


DIE CHRONIK DER BRAUEREI DIEBELS

Die Brauerei wurde 1878 von Josef Diebels in Issum am Niederrhein gegründet. 1901 gehörte die Brauerei Diebels zu den ersten elektrifizierten Betrieben. Der allgemeine Wirtschaftsaufschwung der Nachkriegsjahre wurde auch in Issum für ein rasantes Mengenwachstum genutzt. Seit 1970 werden ausschließlich obergärige Bierspezialitäten gebraut.

  1. Mit 32 Jahren gründet der Krefelder Brauer Josef Diebels die Export-Bier-Brauerei Jos. Diebels A.G.. Als Firmensymbol wählt er den aufspringenden Hirschen, ein Teil des Issumer Gemeindewappens.
  2. 11.000 Hektoliter und die damals schon eindrucksvolle technische Ausrüstung wie Gärkeller, Sudhaus, Dampfmaschinen und Eiskeller gelten als hochmodern und wegweisend für die Brauereitechnik. Ein Fuhrpark mit 12 Pferden sorgt für eine gut funktionierende Distribution.
  3. Die Bestrebungen, die Produktion effektiver zu gestalten und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu erleichtern, veranlassen Josef Diebels die alten Petroleumlampen und Rübölleuchten durch elektrisches Licht zu ersetzen.
  4. Der Sohn Josef Diebels jun. steigt mit 17 Jahren in die Brauerei ein.
  5. 1911 folgt ihm sein Bruder Paul mit ebenfalls gerade mal 17 Jahren in das Familienunternehmen.
  6. 1914 - 1917: Einschneidende Veränderungen durch den 1. Weltkrieg - Durch die Verknappung der Rohstoffe und der Einberufung des Personals wird nur leichtes Einfachbier oder Malzbier gebraut.
  7. Es darf in Deutschland wieder „Starkbier“ gebraut werden. Erwerb der „Niederrheinischen Aktien-Brauerei Xanten“. Das Absatzgebiet vergrößert sich und neben den Fuhrwerken werden die ersten Lastkraftwagen angeschafft.
  8. Josef Diebels sen. stirbt und seine Söhne führen die Brauerei in seinem Namen weiter.
  9. Man blickt auf eine 50 jährige Geschichte zurück und was bis dahin geleistet wurde, zeigt ein Blick in die damalige Betriebseinrichtung. Es gibt ein Sudhaus mit 35 Zentner Schüttung, 2 Kompressoren, eine automatische Fassreinigungs- und Füllmaschine, 7 Lastwagen, 4 Gespanne sowie 10 Angestellte und 17 gewerbliche Arbeitnehmer. Der jährliche Bierausstoß beträgt 24.500 Hektoliter.
  10. Ein neuer Dampfkessel wird installiert und der Schornstein wächst auf beachtliche 44 Meter. Fass- und Flaschenbier bekommen neue Lagerräume, ebenso wird ein neues Verwaltungsgebäude bezogen.
  11. Die Investitionen machen sich bezahlt und der Hektoliterausstoß steigt auf 39.000 hl. Der zweite Weltkrieg trifft die Brauerei hart und macht vieles zu Nichte. Nach dem Krieg gehen Josef und Paul Diebels mit viel Willenskraft an den Wiederaufbau der Brauerei.
  12. Ein neu geschaffenes Sudhaus kann in Betrieb genommen werden und das erste „Friedensbier“ fließt. Die dritte Diebels Generation steigt in das Unternehmen ein.
  13. Dipl.-Brauerei-Ing. Hanns-Otto Hasebrink-Diebels tritt in das Unternehmen ein (Schwiegersohn von Josef Diebels).
  14. Dipl.-Kaufmann und Dipl.- Brauerei-Ing. Karl Heinz Bösken-Diebels tritt in die Unternehmensführung der Brauerei ein (Schwiegersohn von Paul Diebels).
  15. 1957 - 1958: Die Erweiterung des Gärkellers und der Ausbau des Lagerkellers wird vorangetrieben, die letzten Holzfässer werden abgeschafft.
  16. 1957 - 1958: Die Erweiterung des Gärkellers und der Ausbau des Lagerkellers wird vorangetrieben, die letzten Holzfässer werden abgeschafft.
  17. Besucher aus aller Welt kommen, um sich über die neuste Brautechnik zu informieren - Diebels ist eine Brauerei auf dem neuesten technischen Standard. Diebels besitzt den ersten Strainmaster der in Deutschland installiert wurde. Er bringt die dreifache Leistung eines herkömmlichen Läuterbottichs. Als erste Brauerei führt Diebels zylindrokonische Gärbehälter für obergäriges Bier ein. Die Bügelflasche wird durch die Euro-Flasche ersetzt.
  18. Zwei neue Tiefbrunnen entstehen und der Bau einer neuen Fassabfüllung wird fertig gestellt.
  19. 500.000 Hektoliter Jahresausstoß.
  20. Fertigstellung des 2ten Flaschenkellers mit einer bisher einmalig in Deutschland eingesetzten Klimatisierung und einer Lärmschutzanlage für die Mitarbeiter.
  21. Die Modernisierungen gehen mit einer Spezialisierung einher, weg vom Pils, Export, Stark- und Dunkelbier konzentriert man sich auf das Diebels Alt Bier.
  22. 100 jähriges Jubiläum der Brauerei Diebels.
  23. Diebels wird Hektoliter Millionär.
  24. Diebels ist Marktführer im Altbiersegment - Diebels wird zum meistgetrunkenen Altbier der Republik und damit zum Synonym für die Sorte Alt.
  25. Diebels bringt das erste Alkoholfreie Alt auf den Markt.
  26. Markteinführung von Dimix, dem modernen Diebels Cola Mix.
  27. Diebels wird Teil der belgischen Interbrew-Gruppe.
  28. Diebels wird Teil von InBev, dem größten Braukonzern der Welt. Nach knapp 30 Jahren wird in Issum wieder ein Diebels Pils gebraut.
  29. Am 06. September feierte die Brauerei Diebels ihren 130. Geburtstag. Zusammenschluss von InBev und Anheuser-Busch zu Anheuser-Busch InBev.